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Was ist zu tun wegen Kostenübernahme (Krankenkassenantrag)

Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse

Nur bei Ärzten mit Kassenzulassung bzw. Kliniken mit kassenzugelassenen Ärzten ist eine Kostenbeteiligung der Krankenkassen sicher möglich. Bei allen anderen Operateuren müsste der Beantragung der Zusatz beigefügt werden, dass eine anteilige Kostenübernahme in der Höhe beantragt wird, die bei einem kassenzugelassenen Arzt übernommen würde!

Sie finden hier ein Musterschreiben zum Antrag auf Kostenübernahme sowie ein Musterschreiben für die eigene Stellungnahme, die dem Antrag ebenfalls beigefügt werden sollte. Es werden verschiedene Ausgangssituationen berücksichtigt, so dass Sie sich das für Sie Zutreffende herausfiltern können. In der Zusammenfassung unten finden Sie die Angaben, was alles bei der Krankenkasse eingereicht werden sollte.

Kurze Zusammenfassung der einzureichenden Unterlagen bei der Krankenkasse:

Anschreiben an die Krankenkasse
Eigene Stellungnahme (ausführliche Symptomschilderung sehr wichtig)
Alle Arztbefunde einzeln aufgelistet, falls vorhanden (hilfreich je Indikation ein Attest des Arztes)
evtl. Kostenvoranschlag des Operateurs, falls vorhanden, sonst auf Verlangen nachreichen

Das SGB V regelt die Kostenübernahme bei medizinisch indizierten Explantationen sowie die Höhe der Eigenbeteiligung der Patientin und die Voraussetzungen hierfür. Die Entscheidung zur Kostenübernahme und Kostenbeteiligung wird jedoch immer eine Einzelfallentscheidung sein. Sollte sich die Krankenkasse nur zu einer anteiligen Kostenbeteiligung entscheiden, muss sich die Patientin an den Kosten angemessen beteiligen. Hierfür ist ihr ein Eigenanteil zuzumuten, der sich nach den Einkommensverhältnissen richtet:

Kalenderjährliche Zumutbarkeitsgrenze

Entsprechend § 33 Abs. 3 Einkommensteuergesetz gelten dann folgende kalenderjährliche Zumutbarkeitsgrenzen bei einem Einkommen von:

bis 15.340,00 EUR

• Alleinstehende ohne Kinder: 5 % des Einkommens

• Verheiratete ohne Kinder: 4 % des Einkommens

• Versicherte mit ein oder zwei Kindern: 2 % des Einkommens

• Versicherte mit drei oder mehr Kindern: 1 % des Einkommens

über 15.340,00 EUR bis 51.130,00 EUR

• Alleinstehende ohne Kinder: 6 % des Einkommens

• Verheiratete ohne Kinder: 5 % des Einkommens

• Versicherte mit ein oder zwei Kindern: 3 % des Einkommens

• Versicherte mit drei oder mehr Kindern: 1 % des Einkommens

über 51.130,00 EUR

• Alleinstehende ohne Kinder: 7 % des Einkommens

• Verheiratete ohne Kinder: 6 % des Einkommens

• Versicherte mit ein oder zwei Kindern: 4 % des Einkommens

• Versicherte mit drei oder mehr Kindern: 2 % des Einkommens

Das Einkommen zählt immer von dem vorausgegangen Kalenderjahr, außer es wäre in dem Kalenderjahr der Antragstellung von einer wesentlichen Verschlechterung auszugehen, die belegt werden müsste.

Die Spitzenverbände halten in ihrer Niederschrift der Besprechung vom 22./23.01.2008 noch fest, dass keine fallbezogene Deckelung der Zumutbarkeitsgrenze gilt. Ebenfalls wird das Einkommen entsprechend der Grundsätze ermittelt, die bei der Berechnung der Zuzahlungsbefreiung nach § 62 SGB V angewandt werden. Das bedeutet, dass das

Einkommen des Mitglieds und des Ehegatten/Lebenspartners (im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes) und der Kinder, die dem Haushalt angehören, berücksichtigt wird.

Die Gesetzeslage, was die Beteiligung der Krankenkasse an den OP-Kosten (u.a.) betrifft, ist zwar geregelt, wird aber, wie nun die Erfahrungen gezeigt haben, sehr unterschiedlich gehandhabt – auch weil die Voraussetzungen/Konstellationen bei jeder Frau anders sind (verheiratet/Einkommen/wurde die Implantation bezahlt/medizinische Indikation, etc.).  Die Vorgehensweise ist, wie sich gezeigt hat, sehr individuell und einzelfallabhängig.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine gute Unterstützung hier z.T. sehr zeitintensiv ist und bieten ggf. Unterstützung auf Anfrage an. Wir sind bemüht, diese Unterstützung zeitnah zu leisten, sind aber hier in unseren Kapazitäten zeitlich eingeschränkt und könnten diese nur in begrenztem Umfang leisten. Wir bitten in jedem Fall darum, zunächst eigenständig die Beantragung durchzuführen.

Sollte dennoch unser Service (Krankenkassenantrag und Folgetätigkeiten) dringend benötigt werden, senden Sie uns bitte eine kurze email an service-krankdurchbrustimplantate@gmx.de.

Wir bieten diesen Service derzeit unentgeltlich an, dies muss aber ggf. zukünftig aufgrund des erheblichen Zeitaufwandes angepasst werden.

WICHTIGER HINWEIS:

Diese Muster sind lediglich Orientierungshilfen und müssen individuell angepasst werden; es wird keinerlei Haftung übernommen! Unsere Tätigkeit in diesem Bereich ersetzt in keinem Fall eine Rechtsberatung und stellt keine solche dar, sondern beruht ausschließlich auf Erfahrungswerten!

Welche Tests sind sinnvoll

Es gibt keine „Werte“, die BII beweisen! Aber es gibt Zigtausende Betroffene!

Dennoch gibt es Laborwerte, die aufschlussreich sein können. Wichtig ist, viele Frauen haben absolut unauffällige Blutwerte und sind dennoch erkrankt!

Wenn Laboruntersuchungen veranlasst werden sollen, überlegen Sie sich vorher, welcher Zweck verfolgt wird (manche Befunde können auch belasten, gerade in psychischer Hinsicht). Die Tests sind z.T. kostenintensiv – deshalb sollte hier vorab überlegt werden: Will ich herausfinden, wie ich am schnellsten heilen kann? Will ich ein juristisches Beweismittel, um bei einer Klage Erfolg zu haben?

Wichtig: Lassen Sie sich die Implantate nach der Explantation aushändigen! Das Material kann sehr wertvoll für besondere Laboruntersuchungen sein!

Folgende Tests könnten sinnvoll sein (diese Liste ist nicht vollständig, denn es werden immer neue Erkenntnisse dazu kommen).

Labortests

CRP und BSG (allgemeine Entzündungswerte). Können beim Hausarzt veranlasst werden. Sind meistens unauffällig. Bei Gelenkschmerzen bzw. – entzündungen aber auch in den Tagen nach einer Operation ist eine Erhöhung zu erwarten.

Antinukleäre Antikörper („ANAs“) Diese krankmachenden Antikörper sind bei Frauen mit Silikonimplantaten häufiger nachzuweisen als in der Normalbevölkerung, unabhängig davon, ob die Implantatträgerinnen Symptome haben oder (noch) nicht. Man findet sie ansonsten bei rheumatischen Erkrankungen, die mit Gelenkschmerzen oder Durchblutungsstörungen der Hände (Morbus Raynaud) einhergehen. Wenn die ANA`s positiv sind, erfolgt eine Differenzierung („ENA`s“). Dies ist dann Aufgabe des Rheumatologen.

APAs = Anti-Polymer-Antikörper: Antikörper, die gegen das Silikon gerichtet sind. Eine sehr spezielle Laboruntersuchung, die nicht in Deutschland angeboten wird aber beim Labor Wick in Innsbruck. Dorthin kann man sich telefonisch wenden und den organisatorischen Ablauf erklären lassen (läuft über den Hausarzt, geht per Kurier nach Innsbruck). Bislang ließen sich bei keinem Mitglied der deutschen Facebook-Gruppe APAs nachweisen.

(Das Labor Wick schlägt im Zusammenhang mit Silikonimplantaten außerdem die Testung von sICAM und Prokollagen III vor)

Zirkulierende Immunkomplexe: besonders sinnvoll, falls ANAs oder APAs nachgewiesen wurden. Es ist die Verbindung der krankmachenden Antikörper mit dem Antigen. Die Immunkomplexe lagern sich in den Organen ab und schädigen diese auf Dauer.

Viele Frauen mit Implantaten berichten von Schilddrüsenproblemen. Hier bitte nicht nur das TSH, fT3 und fT4, sondern unbedingt auch die TPO-Antikörper bestimmen lassen (Nachweis Hashimoto!).

Schwermetalle: Nachweis im Blut oder im Urin – im Letzteren entweder unprovoziert (weniger aussagekräftig) oder provoziert mit einem Chelatbildner. Hier sind Umweltmediziner die richtigen Ansprechpartner. In Bezug auf BII ist vor allem das Platin zu erwähnen. Platin dient bei der Herstellung der Gel-Implantate als Katalysator, der dazu führt, dass sich die Silikate zu Silikon vernetzen, das Ganze also die entsprechende Konsistenz bekommt. Bitte (auch) VOR der Explantation bestimmen lassen, wenn es als Beweis im Rahmen einer Klage dienen soll!

Bei V.a. Mastozystose oder Mastzellaktivierungssyndrom Tryptasespiegel im Blut, ggf. Knochenmarkpunktion (in Narkose) und Untersuchung auf Mastzellenkluster sowie Ansammlung von atypischen Mastzellen

LTT=Lymphozytentransformationstest. Ein Test auf die zelluläre Sensiblisierung vom Spättyp (Typ-IV-Allergie). Einfach ausgedrückt: welche Substanz hat dazu geführt, dass mein Immunsystem spinnt? Diesen Test kann man auf sämtliche möglichen Stoffe, insbesondere Schwermetalle aber auch das tatsächliche Implantatmaterial oder Viren (EBV?) durchführen lassen. Wird beim Labor imd in Berlin gemacht, Blutabnahme beim Hausarzt und per Kurier nach Berlin)

Basophilendegranulationstest Der BDT ist ein funktionaler Test zum Nachweis einer Typ-I-Allergie (Soforttyp). Nicht für jedes Allergen (z.B. nicht für Schwermetalle) geeignet, deswegen bitte vorher nochmal beim Labor nachfragen. Wird beim Labor imd in Berlin gemacht, Blutabnahme beim Hausarzt und per Kurier nach Berlin

Es folgen nun stichwortartig:

Laborparameter, die die Entgiftungskapazität des Körpers widerspiegeln (Umweltmediziner!):

GST 1 = Glutathion-S-Transferase 1

GST 2 = Glutathion-S-Transferase 2

Superoxiddismutase

HPU= Hämopyrrolaktamurie. Genetisch bedingte Stoffwechselstörung, die vor allem bei Frauen vorkommt und zu einer verminderten Entgiftungskapazität führt

Genetische Tests:

MTHFR und/oder COMT-Mutation

MTHFR ist ein Gen, das die Entgiftung des Körpers durch Methylation reguliert. Wenn hier Mutationen vorliegen, entgiftet man dementsprechend viel langsamer. Dies kann nach der Explantation sehr problematisch sein, da dann die gespeicherten Gifte nicht abgeben werden können. MTHFR kann man beim Arzt durch Blutprobe testen. Für diese Mutationen gibt es Behandlungsmöglichkeiten. z.B. funktioniert MTHFR wesentlich besser, wenn es mutiert ist, wenn man Vitamin B6, B12 und Methylfolate einnimmt – genau das fehlt, wenn MTHFR mutiert ist.

Wer deprimiert ist oder Gemütsschwankungen hat, sollte sich auch das COMT Gen ansehen. Wenn COMT mutiert ist, hilft Methionine.

Zum Thema MTHFR gibt es folgende informative Facebook-Gruppe:

https://www.facebook.com/groups/1538810502881895/

Adressen:

Speziallabor Wick

office@laborwick.com

+43 512 585098

Priv.-Doz.Dr. Nikolaus Wick
Speckbacherstrasse 23
A-6020 Innsbruck

IMD Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam GbR
IMD Berlin MVZ

Nicolaistraße 22
Patienten- und Besuchereingang:
Siemensstraße 26a
12247 Berlin-Steglitz

Telefon +49 (0)30 77001-322

Fax +49 (0)30 77001-332

info@imd-berlin.de

Was ist BIA-ALCL (zusätzliches Krebsrisiko bei texturierten Implantaten)

BIA-ALCL ist kein Brustkrebs, sondern ein Lymphom (Krebs), der nicht über das Blut zu diagnostizieren ist!

Frauen, die texturierte Brustimplantate haben/hatten und folgende Symptome aufweisen, sollten eine Testung durchführen lassen:

unerwartete Veränderungen der Brustform, einschließlich Asymmetrie
Rötung und Schwellung der Brust
Vergrößerung der Brust
Brust fühlt sich anders an, z.B. härter
Schmerzen in der Brust/um die Brust
Knoten in der Brust/um die Brust oder Achsel
Geschwollene Lymphknoten
Jucken/Rötung der Brust oder der umliegenden Haut
Hautläsionen
Fieber
Extreme Erschöpfung
Nachtschweiß
*Serom/Flüssigkeit um das Implantat, dargestellt durch bildgebende Maßnahmen wie Ultraschall, MRT
*Raumforderung oder verdickte Stellen der Kapsel um das Implantat, dargestellt durch bildgebende Maßnahmen wie Ultraschall, MRT

*Ein MRT und ein Ultraschall können verwendet werden, um Flüssigkeit, Raumforderung oder verdickte Bereiche um ein Implantat zu identifizieren, die auch vor dem Explantieren getestet werden können

Untersucht werden sollte die Kapsel, Tumormasse; ein Serom (mind. 50ml auf Eis gelagert) ist nicht immer aussagekräftig, es kann hier zu falschen Ergebnissen kommen.

Das Fehlen eines Blutflusses bei Raumforderung oder verdickten Bereichen verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sie bösartig sind, sollten aber über eine Biopsie ausgeschlossen werden. Mit Ultraschall geführte Biopsien vor der Explantation können aus Raumforderung, Flüssigkeit und verdickten Bereichen der Kapsel entnommen werden, ohne das Implantat zu verletzen.

1997 wurde erstmalig ein Fall eines BIA- ALCL bei einer Patientin mit Brustimplantaten publiziert. Seit 2011 wurde es als eigenständige Erkrankung von der FDA anerkannt.

Im April 2019 kam es zu einer historischen Handlung: in Frankreich und Canada wurden texturierte Implantate zum Schutz der Frauen verboten; Australien wird folgen.

Die Dunkelziffer von an BIA-ALCL Erkrankten, dürfte um ein vielfaches Höher sein, als die offiziellen Angaben. Da hier weder gezielte Studien stattgefunden haben, noch bis heute die Diagnose wirkliche Beachtung findet. Hier in Deutschland wird es immer noch von vielen weder ernst genommen, noch ist es überhaupt bekannt.

Selbst Brustzentren kennen sich z.T. damit nicht aus oder haben sogar noch nie etwas davon gehört.

Deshalb ist es wichtig, dass jede Frau selbst sich gut informiert und auch auf das richtige Vorgehen besteht. Wichtig ist auch die richtige pathologische Untersuchung, nicht in irgendeiner Pathologie, sondern in einem der 8 Referenzzentren für Lymphome (s.u.). Außerdem ist die Explantation der Implantate mit geschlossener Kapsel (enbloc/in toto) unerlässlich.

Das BIA-ALCL gehört zu den T-Zell-Lymphomen und entsteht im Bereich des Implantatlagers.

Das Lymphom wird als verspätete Ansammlung von Flüssigkeit um das Implantat klinisch auffällig, es zeigt sich eine intrakapsuläre Zellmasse, außerdem finden sich sowohl ein Serom als auch solide Tumormassen. Wegweisendes Erstsymptom ist sehr oft ein ein- oder beidseitiges Serom (Flüssigkeitsansammlung), das eine Brustschwellung, neu aufgetretene Asymmetrie oder Schmerzen verursacht. Hautveränderungen (zum Beispiel Inflammation (Entzündung) und Lymphadenopathien (krankhafte Schwellung von Lymphknoten) sind ebenfalls beschrieben. Die meisten Befunde traten sieben bis zehn Jahre nach Implantation auf, wobei eine Patientin bereits zwei Jahre nach Implantation am BIA-ALCL erkrankte und bei einer anderen Patientin die Diagnose über 32 Jahre nach Implantation gestellt wurde.

Lymphome selbst sind die häufigste hämatologische Krebserkrankung und können sich aus B- und T-Lymphozyten entwickeln. Anaplastische Großzell-Lymphome sind die dritthäufigsten peripheren T-Zell-Lymphome mit circa 2 % Anteil an allen Lymphomen im Erwachsenenalter. Wichtig in der gesamten Diskussion ist zunächst die Unterscheidung der Subtypen, die 2016 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erneut – basierend auf klinischer Erscheinung und molekularbiologischer Charakterisierung – klassifiziert wurden. Man unterscheidet:

primär systemische ALCL, anaplastische-Lymphomkinase (ALK)-positiv
primär systemische ALCL, ALK-negativ
primär kutane ALCL (PC-ALCL)
Brustimplantat-assoziiertes ALCL (BIA-ALCL), ALK-negativ, CD30-positiv

Die Pathogenese des BIA-ALCL ist noch weitestgehend unverstanden. Diskutiert werden ein Zusammenhang mit einer implantatinduzierten chronischen Inflammation (Entzündung) oder einer genetischen Empfindlichkeit im Sinne einer ausgeprägten reaktiven Dysplasiereaktion (Fehlbildungsreaktion) auf chronische Entzündungen. Auch werden als Auslöser der Partikelabrieb der Implantate, ein subklinischer Biofilm oder eine chronische T-Zell-Stimulation vermutet. Auffällig ist, dass in aufgearbeiteten Implantat-assoziierten Zwischenfällen der FDA, in denen die Oberflächenbeschaffenheit der Implantate bekannt war, ein texturiertes Implantat vorlag.

Ein wichtiges weiteres Kriterium für das BIA-ALCL ist der fehlende Nachweis von anaplastischer Lymphomkinase (ALK). Alle gemeldeten BIA-ALCL sind CD30-positiv und ALK-negativ. Andere T-Zell-Antigene werden variabel exprimiert, zum Beispiel CD4 (84 %), CD43 (80 %), CD3 (30 %), CD45 (36 %) und CD2 (30 %) .

Die histopathologische Beurteilung sollte in einem der 8 Referenzzentren für Lymphome durchgeführt werden.

Der Preis für die Testung muss individuell erfragt werden!

Referenzpathologische Begutachtung

Die histopathologischeDiagnose von malignen Lymphomen und deren therapierelevante Klassifikation ist häufig außerordentlich schwierig. Deshalb werden die Gewebeproben vieler Fälle in Deutschland zur Diagnoseabsicherung in pathologische Institute mit langjähriger diagnostischer und wissenschaftlicher Erfahrung auf dem Gebiet der Lymphknotendiagnostik – den Referenzzentren für Lymphknotenpathologie in Berlin, Frankfurt, Kiel, Lübeck, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Würzburg – geschickt.

Diese Praxis hat sich in den vergangenen Jahren außerordentlich bewährt und wird auch in den meisten europäischen und nicht-europäischen Ländern als beispielhaft angesehen. Auf der Grundlage dieser günstigen Situation haben sich die großen deutschen Lymphom-Studiengruppen entschlossen, die Behandlung einer Patientin im Rahmen einer Therapieoptimierungsstudie eng an das Vorliegen einer referenzpathologischen Diagnose zu knüpfen. Der Informationsfluss zwischen Primärpathologen, Referenzzentren und Studienzentralen war bisher in allen Teilen papiergestützt und dadurch langsam und störanfällig. Im Rahmen des Pathologie-Projektes ist deshalb eine Computer-gestützte Infrastruktur aufgebaut worden, um die Kommunikation zu beschleunigen und um zu gewährleisten, dass die referenzpathologische Diagnose vor dem Beginn der Therapie vorliegt.

Link zur Facebook-Gruppe

https://www.facebook.com/groups/ALCLinwomenwithbreastimplants/

Quelle:

Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.
Uniklinik Köln
D-50924 Köln
Tel.: +49 (0)221 478-96000
Fax: +49 (0)221 478-96001

Panel der Referenzpathologen im KML
Sprecher des Panels der KML-Referenzpathologen
Prof. Dr. Andreas Rosenwald
Mitglieder im Panel der KML-Referenzpathologen(Stand: 1.11.2016)
Prof. Dr. med. Alfred Feller
Hämatopathologie Lübeck
Maria-Goeppert-Str. 9a
23562 Lübeck
Tel. (+49) 0451 580840-0
Fax: (+49) 0451 580840-17
www.haematopathologie-luebeck.de

Prof. Dr. med. Falko Fend
Institut für Pathologie Universitätsklinikum Tübingen
Liebermeisterstraße 8
72076 Tübingen
Tel.: (+49) 07071 29-80207
Fax: (+49) 07071 29-2258
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Allgemeine+Pathologie

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin-Leo Hansmann
Senckenbergisches Institut für Pathologie
Universität Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt
Tel: (+49) 069 6301-5364
Fax: (+49) 069 6301-5241
www.kgu.de/pathologie

Prof. Dr. med. Wolfram Klapper
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH, Campus Kiel)
Institut für Hämatopathologie und Lymphknotenregister Kiel
Niemannsweg 11
24105 Kiel
Tel.: (+49) 0431 597-3401
Fax: (+49) 0431 597-3462
www.uni-kiel.de/path

Prof. Dr. med. Peter Möller
Institut für Pathologie und Rechtsmedizin
Universitätsklinikum
UlmAlbert-Einstein-Allee 11
89081 Ulm
Tel.:(+49) 0731 500-56321
Fax: (+49) 0731 500-56384
www.uniklinik-ulm.de/struktur/institute/pathologie.html

Prof. Dr. med. German Ott
Institut für Klinische Pathologie
Robert-Bosch-Krankenhaus
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart
Tel.: (+49) 0711 8101-3390
Fax: (+49) 0711 8101-3619
www.rbk.de/standorte/robert-bosch-krankenhaus/abteilungen/pathologie.html

Prof. Dr. med. Andreas Rosenwald
Universität Würzburg Institut für Pathologie
Josef-Schneider-Str. 2
97080 Würzburg
Tel.: (+49) 0931 31-81247
Fax: (+49) 0931 201-47440
www.pathologie.uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Harald Stein
Pathodiagnostik Berlin
Komturstraße. 58-62
12099 BerlinTel.: (+49) 030 2360 84 210
Fax: (+49) 030 2350 84 219

www.pathodiagnostik.de

 

Silikon in den Lymphknoten – was tun?

Zu diesem Thema ergänzen wir die Informationen, sobald unsere Recherchen dazu abgeschlossen sind. Bitte gedulden Sie sich. (Stand Juni 2019)

Innerhalb der Facebook-Gruppe gibt es vereinzelt Erfahrungen zu diesem Thema

Straffung – ja oder nein

Explantation oder Explantation und Straffung?

Viele Frauen sind verunsichert bei dem Gedanken, wie die Brust nach der Explantation aussehen wird. Hier sind die Ausgangssituation ebenso entscheidend wie z.B. die Tatsache, ob Sie seit der Explantation erneut stark zugenommen haben.
Je nachdem, wie viel Vertrauen Sie Ihrem Explanteur schenken, sollten Sie zunächst dessen Einschätzung im Beratungsgespräch anhören.

Fakt ist, dass sich die Brust noch monatelang oder gar ein Jahr lang nach der Explantation stark verändern kann. Die Form, die Sie direkt nach der Explantation sehen können, wird sich verändern und ggf. wird es nach einer Weile so sein, dass Sie sich mit Ihrer Brust wieder wohl fühlen – auch ohne Straffung. So könnten Sie zusätzliche Narben verhindern, die immer auch ein weiteres Trauma für Ihren Körper sind. Narben stellen Störfelder im Körper dar und sie bleiben sichtbar. Je nachdem, wie fein Ihr Operateur bei der Naht arbeitet und wie Ihre Narbenbildung ist, können die Narben sehr fein und hell werden, so dass sie nur aus sehr naher Distanz wahrgenommen werden können. Bei anderen Frauen bilden sich breite oder erhabene Narben, die hell oder dunkel werden, so dass es Sie stören könnte, dass man sofort sieht, dass Sie eine Brust-OP hatten. Die Sensibilität in den Brustwarzen kann verloren gehen.

Wenn Sie allerdings ganz sicher sind, dass Sie eine Straffung durchführen lassen möchten, so könnte dies direkt mit der Explantation durchgeführt werden, so dass Sie Ihrem Körper damit eine weitere OP ersparen.

Es gibt bei der Enbloc-Explantation mit Straffung verschiedene Schnittführungen:

Lejour-Methode oder Lollipop-Schnitt

Bei dieser Methode wird sowohl ein kreisförmiger Schnitt um den Warzenvorhof als auch ein vertikaler Schnitt vorgenommen (I-Schnitt). Aufgrund dieser Führung wird die Methode auch als Lollipop-Schnitt bezeichnet. Der Operateur versetzt dann die Brustwarze entsprechend der neuen Form und Größe.

Es vergehen meist mehrere Monate, bis die endgültige Form der Brust erreicht ist.

Strömbeck-Methode

Die Strömbeck-Methode (Ankerschnitt oder T-Schnitt) erlaubt die größte Veränderung der Brust, erfordert daher aber auch mehr Schnitte und hinterlässt mehr Narben. Zusätzlich zum Schnitt um den Warzenhof und dem vertikalen Schnitt, erfolgt zusätzlich ein horizontaler Schnitt entlang der Brustfalte.

Diese Technik gilt heute als Standardverfahren. Der Chirurg formt die neue Brust und versetzt die Brustwarze weiter nach oben. Um die Durchblutung der Brustwarze sicherstellen zu können, muss sie zusammen mit dem Drüsengewebe verschoben werden.

OrbiShape-Methode

Neben der traditionellen Bruststraffung gibt es auch die Möglichkeit, sich mithilfe der OrbiShape-Methode (oder Orbix), seine Brust straffen zu lassen. Bei dieser Methode wird durch den Einsatz einer dünnen Bruststütze, die wie ein „innerer BH“ fungiert, die Brust dauerhaft angehoben. Diese Methode stellt eine vergleichsweise schonende Möglichkeit zur Bruststraffung dar, sollte aber bei starken Raucherinnen aufgrund der Minderdurchblutung nicht durchgeführt werden.

Silikonfreie Alternativen zum Brustwiederaufbau

Silikonfreie Alternativen zum Brustwiederaufbau

Der Plastische Chirurg dem Sie sich anvertrauen, sollte eine Mindestanzahl der mikrochirurgisch anspruchsvollen Eigengewebsrekonstruktionen durch Zertifikate belegen können, scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen. Außerdem sollte er den Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ oder „Facharzt für Plastische Chirurgie“ tragen. Andere Bezeichnungen wie „Kosmetischer Chirurg“, „Schönheitschirurg“ oder „Ästhetischer Chirurg“ sind keine geschützten Titel und können von jedem Arzt geführt werden. Über die Aus- bzw. Weiterbildung sagen sie nichts aus. Lassen Sie sich die Zeit und nehmen den Aufklärungsbogen mit nach Hause und lesen ihn aufmerksam durch. Notieren Sie sich die Fragen für das Gespräch mit dem Arzt.

!!! Die Datenlage zu jeglicher Art der Rekonstruktion – insbesondere zu den zunehmend häufiger vorgenommenen freien Lappenplastiken – und zu den Risikofaktoren ist wegen fehlender randomisierter Studien begrenzt und basiert zumeist auf unizentrischen, retrospektiven Auswertungen.!!!

Brustaufbau mit Eigengewebe (nach Mastektomie)

Eine Brustrekonstruktion ist auch mit Eigengewebe möglich: Dazu entnimmt der Arzt einen Haut-Fett-Lappen, mit oder ohne Muskulatur, von einer anderen Körperstelle und formt daraus die neue Brust. Die OP dauert je nach Art der Eigengewebsrekonstruktion, der Schnelligkeit des Operateurs und der Anatomie etwa 3-10 Stunden, meist liegt sie zwischen 4 und 8 Stunden.

Operationen mit Muskulatur (nach Mastektomie)

Oft wird für den Brustaufbau mit Eigengewebe ein TRAM-Lappen verwendet (transverser rectus abdominalis-Lappen): Dabei wird ein Haut-Fettgewebe-Lappen quer (transvers) am Unterbauch zusammen mit einem Teil des geraden Bauchmuskels entnommen. Er kann als „gestielter“ oder „freier“ Lappen in den Brustbereich verpflanzt werden:

Bei einem „gestielten“ TRAM-Lappen werden die versorgenden Gefäße nicht durchtrennt. Sie müssen lang genug sein, damit der Haut-Fettgewebe-Muskel-Lappen bis hoch zur Brust geschwenkt werden kann.

Bei einem „freien“ Lappen werden die Gefäße durchtrennt. Nach seiner Verpflanzung in den Brustbereich muss der Lappen also mikrochirurgisch mit neuen Blutgefäßen vernäht werden, damit das Gewebe ausreichend versorgt wird.

Alternativ wird ein Haut-Fettgewebe-Muskel-Lappen, auch vom Bereich des großen Rückenmuskels (LADO = musculus latissimus dorsi) oder – in Ausnahmefällen – vom Oberschenkel (TMG = transverse musculocutanaeus gracilis), für den Brustaufbau verwendet.

Operationen ohne Muskulatur (nach Mastektomie)

Der DIEP-Lappen (DIEP = deep inferior epigastric perforator) besteht aus tiefem Haut- und Fettgewebe vom Bauch, allerdings ohne Muskulatur. Manchmal wird auch ein oberflächlicher Haut- und Fettgewebelappen vom Bauch entnommen (SIEP = superficial inferior epigastric artery).

Frauen, die sehr schlank sind, verfügen oft nicht über genügend Fettgewebe am Bauch. Dann kann für den Brustaufbau Haut- und Fettgewebe vom unteren oder oberen Po verwendet werden (I-GAP = inferior gluteal artery perforator; S-GAP = superior gluteal artery perforator).

 

VOR- und NACHTEILE bei Brustaufbau mit Eigengewebe

Eine Brustrekonstruktion mit Eigengewebe sieht meist natürlich aus und dauerhaft. Spätere Korrekturen sind nur sehr selten notwendig. Außerdem ergeben sich bei dieser Art des Brustaufbaus keine Probleme mit einer Strahlentherapie.

Die Operationen für den Brustaufbau mit Eigengewebe dauern meist mehrere Stunden und sind recht strapaziös. Dafür fühlt sich die Brust aus eigenem, durchblutetem Gewebe natürlicher an und hat auch eine natürliche Form. Der Brustaufbau mit Eigengewebe ist ein aufwändiger Prozess und mit Komplikationen verbunden. Manchmal sind Nachoperationen notwendig. Zudem hinterlässt die Gewebeentnahme an der betreffenden Körperstelle größere Narben.

Die Entnahme eines Gewebelappens mit Muskulatur (wie beim TRAM-Lappen) birgt den Nachteil, dass im Entnahmebereich Bewegungseinschränkungen, eine Muskelschwäche und Schmerzen auftreten können. Das ist bei der Entnahme eines Gewebelappens ohne Muskulatur (wie beim DIEP-Lappen) nicht der Fall.

Dafür ist der letztgenannte Eingriff aufwendiger und verlangt vom Chirurgen eine spezielle Erfahrung: Er muss eine neue Gefäßversorgung für den Gewebelappen schaffen. Außerdem ist bei einer Brustrekonstruktion mit einem Gewebelappen ohne Muskulatur das Risiko eines Absterbens von Gewebe (Nekrose) größer als bei der Verwendung von einem Gewebelappen mit Muskulatur.

ZUSAMMENFASSUNG VOR- UND NACHTEILE

gestielter TRAM:

Vorteile:     körpereigenes Gewebe, kein Implantat erforderlich, natürliches Aussehen, natürlicher Alterungsprozess

Nachteile:  Schwächung der Bauchdecke, Hernien, Fettgewebsnekrosen

freier TRAM:

Vorteile:     wie gestielter TRAM, aber weniger Fettgewebsnekrosen bei guter Durchblutung

Nachteile:  wie bei gestieltem TRAM, aber zeit- und personalintensive mikrochirurgische Techniken, aufwendige postoperative Überwachung, höhere Rate an Re-Operationen, Totalnekrosen, Liponekrosen

DIEP:

Vorteile:     wie gestielter TRAM, aber Erhaltung der Bauchmuskulatur, weniger Hernien als bei gestieltem TRAM, weniger Schmerzen, schnellere Erholung

Nachteile:   wie bei freiem TRAM

Gewebetransfer von anderen Regionen

Lappen vom Gesäß (SGAP, IGAP, FCI):

Vorteile:     wie freie Lappen, keine Schädigung der Bauchdecke

Nachteile:  wie freie Lappen, Störung erogener Zonen, nicht beidseitig in einer Operation möglich

– Vollständiges Absterben bei frei verpflanzten Lappen: etwa 2-5%

– Revisionen innerhalb der ersten 24 Stunden nach der ersten OP: etwa 10%

– Teilnekrosen der verpflanzten Lappen: 10-20%

 

Experimentell: Brustaufbau mit Eigenfett

Die Methode, eine amputierte Brust nur mit Eigenfett (ohne Haut und Muskulatur) zu rekonstruieren, wird noch erforscht. Sie wird in Deutschland zum Wiederaufbau nach Mastektomie nur selten und meist im Rahmen von Studien angewendet. Das Fett für den Brustaufbau gewinnt der Chirurg durch Absaugen vom Bauch, Rücken oder den Hüften. Es muss mehrmals in die Brust injiziert werden, weil es vom Körper teilweise wieder abgebaut wird. Z.T. kommt es zu Verhärtungen des eingebrachten Fettes, zu Asymmetrien der Brüste, da Teile des eingebrachten Fettes nicht anwachsen.

Zur Brustvergrößerung wird diese Technik bereits häufig angewendet, trotz der o.g. Risiken.

Äußerliche Brustprothesen

Sollte ein Wiederaufbau der Brust nicht gewünscht oder nicht möglich sein, kann eine äußerliche Brustprothese getragen werden. Diese Kissen bestehen aus Schaumstoff oder Silikon und es gibt eine Vielzahl von Modellen unterschiedlichster Größe und Form. Sie werden in einen speziellen BH mit Taschen eingelegt, so dass zwischen der operierten Seite und der gesunden Brust kein Unterschied mehr zu sehen ist. Die Kosten für eine solche Brustprothese übernehmen die Krankenkassen. Außerdem gewähren sie auch Zuschüsse für spezielle Prothesen-Badeanzüge.

Damit Sie sich ein Bild machen können hier der Link zu Prothesen, BH, Badeanzüge etc.

www.magic-dessous.de/shop/brust-op/prothesen-bhs.html

Rekonstruktion der Brustwarze

Um ein möglichst natürliches Brustbild zu erreichen, kann die wiederhergestellte Brust in einer Folgeoperation durch eine rekonstruierte Brustwarze ergänzt werden. Dazu wird erneut Haut und Unterhaut entnommen und die neue Brustwarze analog zur Gegenseite neu geformt. Dieser Eingriff ist mit lokaler Betäubung möglich. Bei sehr großen Brustwarzen besteht außerdem die Möglichkeit des „Nipple Sharing“. Dabei wird die gesunde Warze geteilt und auf die neue Brust transplantiert. Es besteht jedoch die Gefahr einer Sensibilitätsänderung der gesunden Brustwarze. Der Warzenvorhof wird in der Regel durch Tätowierung(Vorsicht!!! Auch hier kommt nicht schadstoffreies Material zum Einsatz) oder durch Transplantation dunkel gefärbter Haut z. B. aus der gegenseitigen Brustwarze oder von den Oberlidern im Sinne einer Oberlidplastik simuliert.

Persönliche Anmerkung (ich bin selbst Betroffene):

Diese letzte Alternative halte ich für die beste Lösung im Hinblick auf die Gesundheit. Denn ist der Körper nicht schon genug belastet und muss heilen?! Der Krebs fordert hier schon genug ein. Jede weitere Belastung außerhalb der notwendigen Behandlung schwächt uns. Wir sollten vielmehr so lieben, wie wir sind. Unsere Brust definiert nicht unsere Persönlichkeit, unsere Anziehungskraft auf einen Partner oder unsere Liebe zu einem anderen Menschen. Wenn wir uns lieben, spiegelt sich das in unserem Aussehen wieder und wir sind schön, so wie wir sind. (Marion Sauer)

Eine englischsprachige Seite einer non-profit-Organisation (kann über google auf Deutsch gelesen werden) für Frauen, die vor der Entscheidung stehen, ob Brustaufbau oder nicht bzw., die sich schon gegen einen Brustwiederaufbau entschieden haben, mit zugehörigem Blog, finden Sie unter

https://breastfree.org/

Hinweis: alle gemachten Angaben ersetzen nicht den Arztbesuch!

Vorbereitung/ Entgiftung/ Heilung/ Gesund leben

Entgiftung/Reinigung/Nahrungsergänzung (Birgit Schäfers)

Vorab der Hinweis: Wer hier einen „Fahrplan“ erwartet, wie es geht, den muss ich enttäuschen. Diesen Fahrplan oder eine Gebrauchsanweisung mit der Überschrift „So werde ich gesund“ gibt es m.E. nicht! Wir sind Individuen und jede ist an unterschiedlichen Stellen erkrankt, wir haben (zumindest z.T.) unterschiedliche Symptome, eine andere Vorgeschichte, andere Belastungen (z.B. Zahnmetalle, Rauchen, etc.), andere Lebensumstände, andere Gewohnheiten, andere Erfahrungen, ein anderes Alter und last but not least eine andere Disziplin, mit der wir einen Weg verfolgen können oder wollen. Bei jedem gesellt sich die bisherige Lebensweise dazu, die sicherlich zusätzlich den ein oder anderen Schaden im Körper hinterlassen oder ausgelöst hat.

Jede Operation ist ein Eingriff, der Körper muss anschließend die Kraft haben zu heilen. Dabei kann man ihn unterstützen nach und, ganz wichtig, auch bereits vor der Operation! Bitte lassen Sie sich hier bereits im Vorfeld professionell unterstützen!

Ich selbst war 2 Jahre in Ausbildung bei einem russischen Heiler und Heilpraktiker, habe in meinem Lieben viele Naturheilkundler, Homöopathen, Osteopathen, Heiler, Heilpraktiker, Ärzte, Therapeuten und somit auch unzählige unterschiedlichste Mittel, Methoden, usw. kennengelernt und ausprobiert. Manche davon sehr erfolgreich, andere weniger oder gar nicht.

Meine wichtige Erkenntnis dabei: Jeder Mensch ist in der Lage, andere Wege/Dinge/Methoden umzusetzen, zu leben, anzunehmen, hat in unterschiedliche Heilwege mehr oder weniger Vertrauen. In meinen Augen gibt es nicht den einen richtigen Weg! Als ich z.B. das Protokoll nach Dr. Kolb gelesen habe, dachte ich „oh je, das kann ich vergessen – das schaffe ich nie“. Oder wenn es um Ernährung geht, kann ich nur eingeschränkt Ernährungsempfehlungen umsetzen – und wenn sie noch so gut oder gesund wären.

Bei allem finde ich wichtig, mich zu fragen: Kann ich mit dieser Methode etwas anfangen, sagt sie mir zu, vertrage ich sie gut, will ich das für mich (vieles ist mit Verzicht oder Einschränkungen verknüpft), kann ich sie mir leisten?, usw. usw. Und so habe ich in den vielen Jahren für mich entschieden, dass ich Heilwege ausprobiere und schaue, wie es mir damit geht. So setze ich unterschiedliche Methoden z.B. nur teilweise um (Beispiel: Empfehlungen von A. William, Medical Medium: ich trinke morgens Wasser mit frischem Zitronensaft, anschließend frischen Selleriesaft und später den HMDS – seine weiteren Ernährungsempfehlungen schaffe ich nicht in der Umsetzung). Ich kann die Wirkung und Verträglichkeit für mich nur herausfinden, indem ich ausprobiere und so sehe ich es mit allem oder mit den meisten Dingen. So viele Übereinstimmungen alte Heillehren auch haben (z.B. nichts trinken zum Essen, um die Magensäure nicht zu verdünnen), so sehr widersprechen sie sich an anderer Stelle: während A. William roh-vegane Ernährung empfiehlt, würde Ihnen ggf. ein Ayurveda-Arzt nach Ihrer Konstitution dringend empfehlen, ausschließlich gekochte Nahrung zu sich zu nehmen. Viele Empfehlungen sagen z.B., man sollte zwischen zwei Mahlzeiten mehrere Stunden warten, bis der Verdauungstrakt mit der vorangegangenen Nahrung „fertig“ ist – A. William hingegen rät dringend dazu, die Nebennieren nicht zu schwächen und deshalb mindestens alle 1,5 Stunden kleinere Snacks zu sich zu nehmen – Viele raten dazu, ab dem Nachmittag keine Rohkost mehr zu essen, da sie dann nicht mehr verdaut werden kann und im Körper gärt – während A. William empfiehlt, bis kurz vorm Schlafengehen zu essen, und zwar Rohkost.

Und so möchte ich noch einmal sagen: wir sind Individuen. Gesund ist für einen Menschen nicht zwingend das, was eine Ernährungslehre sagt, sondern das, was sein Organismus gut verdauen kann – und das ist von Mensch zu Mensch eben unterschiedlich.

Sicher ist für mich, DASS Ernährung eine große Rolle spielt bei der Heilung bzw. umgekehrt, dass uns schlechte Ernährung krank macht. Hierfür gibt es sowohl für die positive als auch für die negative Seite Beispiele ohne Ende. Ich denke, das weiß inzwischen jeder Mensch. Ich für meinen Teil lebe vegan, was für mich der einzig gute und vorstellbare Weg ist. Für sehr wichtig halte ich, dass wir so wenig wie möglich konventionelle und/oder verarbeitete Lebensmittel essen. Wir sollten uns nicht auch noch zusätzlich mit Pestiziden o.ä. belasten! Außerdem sind verarbeitete Lebensmittel für Menschen mit Histaminintoleranz, die wir als Implantatträgerinnen oft entwickelt haben, ohnehin ein Problem! Es gilt bio und frisch!

So sehe ich es außerdem mit Kosmetika, Reinigungsmitteln, etc.: ich kaufe Naturprodukte ohne viel Chemie! Wir haben genug Gifte im Körper, mit denen unsere Organe kämpfen müssen. Solche Produkte gibt es auch für den „kleineren Geldbeutel“.

Ebenso verhält es sich m.E. mit unterschiedlichen Heilmethoden: manche sprechen Sie an, andere nicht. Die einen können Sie nachvollziehen, die anderen erscheinen Ihnen unsinnig, sind Ihnen zu umständlich für Ihre Lebensgestaltung, zu teuer, o.ä.

Das Feld „Heilung / Entgiftung“ ist sehr sehr groß und es können ebenso viele Fehler gemacht werden!

Ich persönlich bin deshalb der Meinung, es ist unerlässlich, sich einen guten Naturheilkundler / Umweltmediziner / Heilpraktiker o.ä. zu suchen, der den Weg begleitet und zu dem Sie Vertrauen haben. Ich habe einige besucht, manche haben mich weiter gebracht, andere kamen schnell an ihre Grenzen oder die Chemie hat nicht gestimmt.

Fakt ist, dass mit der „Vergiftung durch Silikon“ unter der wir im Prinzip leiden, bisher kaum jemand bis niemand hier in Deutschland Erfahrung hat. Also gilt es, auszuprobieren – gepaart mit dem eigenen Körpergefühl/Ihrem eigenen Wissen/Wissen Ihrer professionellen Begleitung. Diesen Weg ganz allein zu gehen, halte ich persönlich für nicht zielführend, weil es leider auch genügend Fehler gibt, die gemacht werden können. So denken z.B. viele, wenn sie das ein oder andere Kräuterchen nehmen, es sei in jedem Fall ausleitend. Weit gefehlt: es gibt z.B. Substanzen, die die Gifte mobilisieren, aber nicht ausleiten. Das Ergebnis ist, dass es Ihnen damit ggf. schlechter gehen wird als vorher. Dann gibt es Substanzen, die nicht mit einer anderen zeitgleich eingenommen werden sollten, usw. usw. Mich hat mein Weg inzwischen zu einer russischen Ärztin gebracht, die meine akuten Schmerzen oder Symptome mit Akupunktur behandelt, darüber hinaus arbeite ich mit einem lieben Heilpraktiker zusammen, der nach der Methode von Dr. Klinghardt entgiftet und jedes Mittel/Nahrungsergänzungsmittel akribisch im kinesiologischen Test an mir austestet. Ich persönlich bin überzeugt vom Wissen und der Methode nach Dr. Klinghardt. So wechseln die Substanzen immer wieder bzw. pausieren oder ich muss sie für eine Weile in anderer Kombination einnehmen. Bisher hat das wunderbar funktioniert und mich weiter gebracht. Wichtig ist immer auch, ein großes Augenmerk auf die Darmsanierung zu legen, damit das, was geschluckt wird, überhaupt vom Körper richtig aufgenommen werden kann.

Darüber hinaus ist mir ein Satz meines Umweltmediziners im Ohr geblieben, nachdem ich ihm von meiner Ruptur erzählt hatte: „Silikon bindet sich an keinen Stoff, stellen sie sich ihren Körper vor, der nun wie die Weltmeere mit dem Plastikmüll fertig werden müssen. Ihr Körper sieht die kleinsten Partikel als Fremdkörper und ihr Immunsystem ist damit beschäftigt, diese zu bekämpfen und es bilden sich Entzündungen. Es gilt nun, ihren Körper so gut es geht, zu stärken, um mit diesem Giftmüll fertig zu werden, Schwermetalle z.B. kann man ausleiten, Silikon nicht“.

Auch das Thema Schwermetallausleitung ist ein wichtiges Thema nach Brustimplantaten. Gerade hier braucht es m.E. gute professionelle Unterstützung. Ich würde eine Schwermetallausleitung niemals allein durchführen. Für diesen Bereich empfiehlt es sich m.E., einen guten Umwelttoxikologen aufzusuchen, um mit diesem die nötigen Tests durchzuführen und z.B. abzustimmen, wann und ob überhaupt ggf. eine Chelattherapie gemacht werden sollte. Wichtig ist immer auch, die Leber gut zu unterstützen, da diese mit der Entgiftung unseres Körpers Schwerstarbeit leisten muss, wenn Implantate im Körper sind. Selbstverständlich gibt es bekannte Mittel oder Pflanzen, die die Leber gut unterstützen, wie z.B. Mariendistel. Nichtsdestotrotz halte ich eine begleitete Unterstützung während der Heilungsphase für sehr empfehlenswert!

Auch eine ggf. durchzuführende Zahnsanierung bzw. Behandlung nach einer erfolgten Wurzelbehandlung sollte geprüft werden. Und wie bereits erwähnt, ist es in m.E. wichtig, zunächst großes Augenmerk auf die Darmgesundheit zu legen.

Alles in allem voran: geben Sie Ihrem Körper nach der Explantation erst einmal genügend Zeit, um sich von dem Trauma der OP und von der Narkose zu erholen. Ihr Körper verfügt (falls nicht eine Entgiftungsstörung vorliegt – siehe Tests/Untersuchungen) über eigene Selbstheilungskräfte und braucht vor allem erst einmal Zeit! Haben Sie Geduld und erwarten Sie keine Wunder, wenn Sie vielleicht sogar lange Ihre Implantate getragen haben und Ihren Körper schon lange belastet haben damit.

Die Heilung ist nicht linear. Es gibt Auf und Ab. Manchmal ist es zwischendurch schwierig, weil Symptome mit voller Wucht wiederkommen; dann braucht es Geduld und Zuversicht. Hier ist der Austausch innerhalb der Facebook-Gruppe ein guter und stützender Rahmen, weil dort Frauen sind, die verstehen, was durchgemacht wird und die Erfahrungen damit haben. Insbesondere wenn wir vielleicht schon länger aus unserem sozialen Umfeld isoliert waren, weil es uns schlecht ging und vielleicht kaum jemand uns unterstützt hat. Hier haben sich in der letzten Zeit tiefe und schöne Frauenfreundschaften geschlossen.

Im Folgenden gebe ich ein paar Links als Vorschläge zur Unterstützung bei der Suche nach professioneller Begleitung:

https://www.ink.ag/therapeuten-vor-ort/

https://www.familyfoodcoach.de/

https://www.dguht.de/

Was mir noch sehr am Herzen liegt, ist ein anderer Aspekt, der in meinen Augen einen ganz wichtigen und großen Teil beim Thema „Gesundung“ darstellt: der Abschied von unserem so stark geprägten Streben, einem vorgegebenen Schönheitsideal zu entsprechen! Ich weiß, wie schwierig dies ist in einer Gesellschaft, in der wir – insbesondere als Mädchen – von klein auf durch sämtliche Medien gezeigt bekommen, wie wir auszusehen haben, um „schön“ zu sein. Dieses verinnerlichte Schönheitsideal zu überprüfen und sich ggf. auch therapeutischer Hilfe zu bedienen, ist vielleicht für viele von uns wichtig, um entweder gleich, also rechtzeitig, die Entscheidung gegen Brustimplantate zu treffen, bzw. um nach einer Explantation mit dem Ergebnis zufrieden zu sein und sich wieder in der eigenen Haut wohlfühlen zu können – selbst wenn vielleicht das kosmetische Ergebnis nicht nach unserer ursprünglichen Vorstellung oder unserem Wunsch ist. Fakt ist, dass unsere Brüste sehr viel durchgemacht haben mit vielleicht mehreren OPs und Sie dann auch mit Narben oder ggf. anderen „nicht perfektem“ kosmetischen Ergebnis umgehen müssen. Auch dies ist ein Prozess, so wie die körperliche Heilung ein Prozess ist. Auch hierfür ist die Unterstützung und der Zuspruch innerhalb der Facebook-Gruppe sehr heilsam und liebevoll.

Ich möchte Ihnen einfach mit auf den Weg geben: Wir alle sind einzigartig und wunderschön – so wie wir sind, mit Dellen, mit Narben, mit Asymmetrien, mit kleinen Brüsten, großen Brüsten, ohne Brüste oder nur mit einer. Wir sind starke Frauen! Wir sind viel mehr als Brüste.

Die abgegeben Informationen ersetzen nicht den Arztbesuch oder den Besuch beim Heilpraktiker!

Schäden bei Stillkindern / Implantate während der Schwangerschaft

Stillkinder von Implantatträgerinnen/Implantate während der Schwangerschaft

Es gibt Erfahrungen von Implantatträgerinnen, die ihre Kinder mit Implantaten gestillt haben und deren Kinder dann ebenfalls gesundheitliche Probleme aufwiesen/aufweisen. Außerdem wurden Auffälligkeiten bei Kindern festgestellt, deren Mütter während der Schwangerschaft Implantate trugen.

Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie inder englischsprachigen Facebook-Gruppe

https://www.facebook.com/Breast-Implants-and-Children-Medical-Case-Reports-And-More-190832361555483/

und auf folgender Internetseite

https://www.cossnederland.eu/index_duits.html

Rechtliches/Unsere Ziele

Rechtliches/Unsere Ziele:

Inzwischen ist bestätigt, dass texturierte Silikonimplantate BIA-ALCL (Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom – Krebserkrankung) verursachen können. Es gibt inzwischen gemeldete 21 Todesfälle (Stand Juni 2019). Ende März 2019 fand vor der FDA (Food and Drug Administration, USA) eine 2-tägige Anhörung mit weltweiter Vertretung statt, in denen auch Frauen aus der amerikanischen BII-Gruppe angehört wurden. Als Reaktion darauf wurde bisher lediglich in Frankreich und Canada im Frühjahr 2019 die Verwendung texturierter Silikonimplantate verboten. Zum Zeitpunkt der Seitenerstellung ist der Einsatz trotz dessen weiterhin in Deutschland erlaubt. Trotz Aktionen betroffener Frauen in Deutschland (Petition, Brief u.a. an Gesundheitsminister Spahn und die Patientenbeauftragte Schmidtke, Meldungen aller Probleme mit Implantaten beim Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte, Interviews in Podcasts, TV-Reportagen, etc.) werden texturierte Implantate weiter in Deutschland eingesetzt. Dies muss geändert werden!
Um die Behörden aufmerksam zu machen, ist jedes Problem mit Implantaten zu melden beim Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM. Es ist unerheblich, ob eine Ruptur vorliegt oder nicht. Ärzte sind zur Meldung verpflichtet, führen diese Meldung aber häufig nicht aus! Deshalb bitten wir jede Frau, die gesundheitliche Probleme hat, darum, sich 5 Minuten für die Meldung Zeit zu nehmen.
Dies geht online über diesen Link:

https://www2.bfarm.de/medprod/mpsv/?fbclid=IwAR2528DCKX4I8bSt-L_fy3j_r5d5aKjAQYEA9HWDrokgy7nN-6fJH-IxrPU

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wurde im Jahr 2016 über 118 Fälle informiert, ein Jahr später waren es 141, 2018 geringfügig mehr. Das hat mit der Realität wenig zu tun. In die Kliniken kommen in Wahrheit mehrere Tausend Frauen pro Jahr, weil ihnen ihre Implantate Schwierigkeiten bereiten. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes, das die Operationen in Kliniken erfasst, die abgerechnet werden. Demnach wurden im Jahr 2017 in deutschen Krankenhäusern 4.596 Brustimplantate allein wegen einer Kapselfibrose entfernt, weitere 2.473 aus anderen Gründen. „Ich stelle immer wieder fest, dass mit Implantaten einiges im Argen liegt – auch mit solchen von namhaften Herstellern“, sagt auch Chirurg Frank Busse. Dann sei es oft sogar für ihn als Arzt schwierig, an Informationen zu kommen, selbst beim BfArM habe er keinen Erfolg gehabt. Er habe das entsprechende Formular online ausgefüllt und noch eine E-Mail bekommen, dass es eingegangen sei. „Danach habe ich nie mehr etwas vom BfArM gehört.“ Es sei frustrierend, dass man so alleingelassen werde, klagt Busse, „für die Patientin und den Arzt“. (Quelle: Süddeutsche Zeitung, November 2018)
Unsere Erfahrungen und Recherchen genügen, um zu wissen, dass wir von allen Implantaten schwer krank werden; sie berechtigen uns, gehört zu werden und zu warnen!
Implantate bestehen aus einem Gemisch chemischer Substanzen, u.a. Schwermetalle, die nach und nach unseren Körper erkranken lassen. Die tatsächlichen Inhaltsstoffe von Brustimplantaten gelten als Betriebsgeheimnis und werden den Patientinnen nicht kommuniziert. Wir brauchen eine Offenlegung aller Inhaltsstoffe zu jedem unterschiedlichen Produkt, das auf dem Markt ist. Außerdem müssen alle inzwischen bekannten Symptome der BII offen kommuniziert werden. Beides muss in einer Packungsbeilage offengelegt werden, die jeder Frau VOR der OP ausgehändigt wird, um recherchieren und in Ruhe entscheiden zu können.
Implantate werden als sicher und lebenslang haltbar verkauft oder es wird kommuniziert, sie sollten nach 10-15 Jahren ausgetauscht werden. Dies geht an der Realität vorbei! Zigtausende Erfahrungsberichte zeigen, dass hier nicht ausreichend und nicht entsprechend der bisherigen Kenntnisse aufgeklärt wird. Es stehen die finanziellen Interessen im Vordergrund. Frauen werden nicht ausreichend gewarnt. Im Gegenteil, Risiken werden zum großen Teil verschwiegen oder verharmlost. Es wurden nie Langzeitstudien abgeschlossen. Die legeren Regeln für Medizinprodukte in Europa bringen es mit sich, dass Firmen nicht nachweisen müssen, wie riskant die Implantate sind, sondern nur, dass sie technisch funktionieren. Es gibt keine kontrollierten Studien, die mögliche Risiken und Langzeitfolgen zeigen. Auch fast 60 Jahre nach der Erfindung von Brustimplantaten fehlen Daten zu deren Risiken. Hier fehlen Langzeitstudien mit Erfassung sämtlicher Symptome und Erkrankungen.
Es fehlt ein zentrales Register, in dem alle eingesetzten Implantate mit Daten der Trägerin erfasst werden, um bei einer Rückrufaktion oder beim Bekanntwerden weiterer Risiken, Frauen automatisch informieren zu können!
Die Erkrankung durch Brustimplantate (BII) muss anerkannt werden, d.h. sie muss mit ICD-10 Code erfasst werden.(Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme – ICD, englisch: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) ICD-10 ist das wichtigste, weltweit anerkannte Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen). Auch die Versorgungsmedizin-Verordnung, nach der ein Grad der Behinderung bewertet wird, sieht diese Erkrankung nicht vor. Nur mit einer Anerkennung kann eine medizinische und finanzielle Versorgung durch Krankenkassen und Versorgungsträger gewährleistet werden. Frauen sind z.T. lange arbeitsunfähig oder sogar erwerbsunfähig und stehen teilweise ohne jede Versorgung da. Untersuchungen, Tests und OP-Kosten müssen zu großen Teilen selbst bezahlt werden. Dies muss dringend geändert werden.
Ansprüche gegenüber Hersteller / Implanteur
Wir haben entschieden, uns diesem Thema hier (derzeit) nicht anzunehmen.

Vereinzelt klagen Mitglieder der Facebook-Gruppe Krank durch Brustimplantate – Breast Implant Illness DE by Birgit Schäfers gegen Implantathersteller.
Wer nähere Infos hierzu haben möchte, kann sich innerhalb der Gruppe bei den jeweiligen Mitgliedern informieren. Wer sich in diesem Zusammenhang für eine Sammelklage bzw. Musterklage interessiert, findet zu diesem Thema ebenfalls eine Facebook-Gruppe mit dem Namen Sammelklage gegen Allergan (von Jenny Kloth).
Ob ggf. Ansprüche gegenüber dem implantierenden Arzt geltend gemacht werden könnten, müsste individuell geklärt werden. Unterstützung hierzu kann gerne unter service-krankdurchbrustimplantate@gmx.de angefragt werden.

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es sich hier nicht um eine Rechtsberatung handelt.