Welche Tests sind sinnvoll

Es gibt keine „Werte“, die BII beweisen! Aber es gibt Zigtausende Betroffene!

Dennoch gibt es Laborwerte, die aufschlussreich sein können. Wichtig ist, viele von uns haben absolut unauffällige Blutwerte und sind dennoch erkrankt!

Wenn Laboruntersuchungen veranlasst werden sollen, überlegen Sie sich vorher, welcher Zweck verfolgt wird (manche Befunde können auch belasten, gerade in psychischer Hinsicht). Die Tests sind z.T. kostenintensiv – deshalb sollte hier vorab überlegt werden: Will ich herausfinden, wie ich am schnellsten heilen kann? Will ich ein juristisches Beweismittel, um bei einer Klage Erfolg zu haben?

Wichtig: Lassen Sie sich die Implantate nach der Explantation aushändigen! Das Material kann sehr wertvoll für besondere Laboruntersuchungen sein!

Folgende Tests könnten sinnvoll sein (diese Liste ist nicht vollständig, denn es werden immer neue Erkenntnisse dazu kommen).

Labortests

CD30/ALK: Dieser Test diagnostiziert die Krebsart BIA-ALCL, die nachweislich durch texturierte Implantate ausgelöst werden kann und sollte deshalb ggf. von allen Betroffenen durchgeführt werden, die texturierte Implantate tragen! Hierzu bitte die ausführlichen Erläuterungen lesen, die Sie hier finden!

CRP und BSG (allgemeine Entzündungswerte). Können beim Hausarzt veranlasst werden. Sind meistens unauffällig. Bei Gelenkschmerzen bzw. -entzündungen aber auch in den Tagen nach einer Operation ist eine Erhöhung zu erwarten.

Antinukleäre Antikörper (ANAs) Diese krankmachenden Antikörper sind bei Frauen mit Silikonimplantaten häufiger nachzuweisen als in der Normalbevölkerung, unabhängig davon, ob die Implantatträgerinnen Symptome haben oder (noch) nicht. Man findet sie ansonsten bei rheumatischen Erkrankungen, die mit Gelenkschmerzen oder Durchblutungsstörungen der Hände (Morbus Raynaud) einhergehen. Wenn die ANAs positiv sind, erfolgt eine Differenzierung (ENAs). Dies ist dann Aufgabe des Rheumatologen.

APAs = Anti-Polymer-Antikörper: Antikörper, die gegen das Silikon gerichtet sind: hierfür braucht es eine Laboruntersuchung, die nicht in Deutschland angeboten wird, aber beim Labor Wick in Innsbruck. Dorthin kann man sich telefonisch wenden und den organisatorischen Ablauf erklären lassen (läuft über den Hausarzt, geht per Kurier nach Innsbruck). Die Bestimmung der APAs sichert nicht zwingend die Diagnose eines ASIA, aber untermauert die Verdachtsdiagnose enorm. Die Kombination der APAs und einer Diagnostik, die im deutschen Charité durchgeführt werden kann, ist die Bestimmung eines ASIA-Syndroms noch eindeutiger. Die Diagnose ASIA erleichtert die Kostenzusage (Beteiligung) der Krankenkasse zur Explantation. Auch für andere Bereiche ist die Bestimmung, ob ein ASIA vorliegt, wichtig, so sollten sich Patientinnen mit ASIA, die am grauen Star erkranken, z.B. keine künstlichen Linsen einsetzen lassen.

(Das Labor Wick schlägt im Zusammenhang mit Silikonimplantaten außerdem die Testung von sICAM und Prokollagen III vor)

Zirkulierende Immunkomplexe: besonders sinnvoll, falls ANAs oder APAs nachgewiesen wurden. Es ist die Verbindung der krankmachenden Antikörper mit dem Antigen. Die Immunkomplexe lagern sich in den Organen ab und schädigen diese auf Dauer.

Viele Frauen mit Implantaten berichten von Schilddrüsenproblemen. Hier bitte nicht nur das TSH, fT3 und fT4, sondern unbedingt auch die TPO-Antikörper bestimmen lassen (Nachweis Hashimoto!).

Chronisches Erschöpfungssyndrom: Nach Prof. Yehuda Shoenfeld ist die Celltrend-Diagnostik für das CFS fast immer postitiv, wenn es sich um eine ASIA-Syndrom handelt. Die Diagnostik kostet ca. 110,00 € und wird aus dem Serum untersucht (jedes Labor kann entnehmen, zentrifugieren und zu Celltrend schicken). Hier werden Sie direkt zu Celltrend weitergeleitet.

Schwermetalle: Nachweis im Blut oder im Urin – im Letzteren entweder unprovoziert (weniger aussagekräftig) oder provoziert mit einem Chelatbildner. Hier sind Umweltmediziner die richtigen Ansprechpartner. In Bezug auf BII ist vor allem das Platin zu erwähnen. Platin dient bei der Herstellung der Gel-Implantate als Katalysator, der dazu führt, dass sich die Silikate zu Silikon vernetzen, das Ganze also die entsprechende Konsistenz bekommt. Bitte (auch) VOR der Explantation bestimmen lassen, wenn es als Beweis im Rahmen einer Klage dienen soll! Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass Frauen, die in nicht gutem gesundheitlichen Zustand sind, oft nach einer chelatprovozierten Ausleitung in schlechterem Zustand sind als vorher!

In den vergangenen Monaten haben viele Frauen Erfahrungen mit der Ausleitung durch Nano-Zeolithe gemacht. Zu diesem Thema sind inzwischen verschiedene Facebook-Gruppen zu finden. Es gibt zu Nano-Zeolithen bisher m.E. keine klinischen Studien, allerdings sehr viele Berichte von positiven Veränderungen! Eine Frau aus unserer Facebook-Gruppe erzählt z.B. ihre Geschichte auf ihrer Seite und vertreibt bzw. verlinkt zu den entsprechenden Produkten: Heilbox

Bei V.a. Mastozystose oder Mastzellaktivierungssyndrom Tryptasespiegel im Blut, ggf. Knochenmarkpunktion (in Narkose) und Untersuchung auf Mastzellenkluster sowie Ansammlung von atypischen Mastzellen

LTT=Lymphozytentransformationstest. Ein Test auf die zelluläre Sensiblisierung vom Spättyp (Typ-IV-Allergie). Einfach ausgedrückt: welche Substanz hat dazu geführt, dass mein Immunsystem spinnt? Diesen Test kann man auf sämtliche möglichen Stoffe, insbesondere Schwermetalle, aber auch das tatsächliche Implantatmaterial oder Viren (EBV?) durchführen lassen. Wird beim Labor imd in Berlin gemacht, Blutabnahme beim Hausarzt und per Kurier nach Berlin)

Basophilendegranulationstest Der BDT ist ein funktionaler Test zum Nachweis einer Typ-I-Allergie (Soforttyp). Nicht für jedes Allergen (z.B. nicht für Schwermetalle) geeignet, deswegen bitte vorher nochmal beim Labor nachfragen. Wird beim Labor imd in Berlin gemacht, Blutabnahme beim Hausarzt und per Kurier nach Berlin

Es folgen nun stichwortartig:

Laborparameter, die die Entgiftungskapazität des Körpers widerspiegeln (Umweltmediziner!):

GST 1 = Glutathion-S-Transferase 1

GST 2 = Glutathion-S-Transferase 2

Superoxiddismutase

HPU= Hämopyrrolaktamurie. Genetisch bedingte Stoffwechselstörung, die vor allem bei Frauen vorkommt und zu einer verminderten Entgiftungskapazität führt

Genetische Tests:

MTHFR und/oder COMT-Mutation

MTHFR ist ein Gen, das die Entgiftung des Körpers durch Methylation reguliert. Wenn hier Mutationen vorliegen, entgiftet man dementsprechend viel langsamer. Dies kann nach der Explantation sehr problematisch sein, da dann die gespeicherten Gifte nicht abgeben werden können. MTHFR kann man beim Arzt durch Blutprobe testen. Für diese Mutationen gibt es Behandlungsmöglichkeiten. z.B. funktioniert MTHFR wesentlich besser, wenn es mutiert ist, wenn man Vitamin B6, B12 und Methylfolate einnimmt – genau das fehlt, wenn MTHFR mutiert ist.

Wer deprimiert ist oder Gemütsschwankungen hat, sollte sich auch das COMT Gen ansehen. Wenn COMT mutiert ist, hilft Methionine.

Zum Thema MTHFR gibt es folgende informative Facebook-Gruppe:

https://www.facebook.com/groups/1538810502881895/

Adressen:

Speziallabor Wick

office@laborwick.com

+43 512 585098

Priv.-Doz.Dr. Nikolaus Wick
Speckbacherstrasse 23
A-6020 Innsbruck

IMD Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam GbR
IMD Berlin MVZ

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