Vorbereitung/ Entgiftung/ Heilung/ Gesund leben

Entgiftung/Reinigung/Nahrungsergänzung (Birgit Schäfers)

Vorab der Hinweis: Wer hier einen „Fahrplan“ erwartet, wie es geht, den muss ich enttäuschen. Diesen Fahrplan oder eine Gebrauchsanweisung mit der Überschrift „So werde ich gesund“ gibt es m.E. nicht! Wir sind Individuen und jede ist an unterschiedlichen Stellen erkrankt, wir haben (zumindest z.T.) unterschiedliche Symptome, eine andere Vorgeschichte, andere Belastungen (z.B. Zahnmetalle, Rauchen, etc.), andere Lebensumstände, andere Gewohnheiten, andere Erfahrungen, ein anderes Alter und last but not least eine andere Disziplin, mit der wir einen Weg verfolgen können oder wollen. Bei jedem gesellt sich die bisherige Lebensweise dazu, die sicherlich zusätzlich den ein oder anderen Schaden im Körper hinterlassen oder ausgelöst hat.

Jede Operation ist ein Eingriff, der Körper muss anschließend die Kraft haben, zu heilen. Dabei kann man ihn unterstützen, nach und, ganz wichtig, auch bereits vor der Operation! Bitte lassen Sie sich hier bereits im Vorfeld professionell unterstützen, damit Sie für einen solch massiven Eingriff stabil sind!

Ich selbst war 2 Jahre in Ausbildung bei einem russischen Heiler und Heilpraktiker, habe in meinem Lieben viele Naturheilkundler, Homöopathen, Osteopathen, Heiler, Heilpraktiker, Ärzte, Therapeuten und somit auch unzählige unterschiedlichste Mittel, Methoden, usw. kennengelernt und ausprobiert. Manche davon sehr erfolgreich, andere weniger oder gar nicht.

Meine wichtige Erkenntnis dabei: Jeder Mensch ist in der Lage, andere Wege/Dinge/Methoden umzusetzen, zu leben, anzunehmen, hat in unterschiedliche Heilwege mehr oder weniger Vertrauen. In meinen Augen gibt es nicht den einen richtigen Weg! Als ich z.B. das Protokoll nach Dr. Kolb gelesen habe, dachte ich „oh je, das kann ich vergessen – das schaffe ich nie“. Oder wenn es um Ernährung geht, kann ich nur eingeschränkt Ernährungsempfehlungen umsetzen – und wenn sie noch so gut oder gesund wären.

Bei allem finde ich wichtig, mich zu fragen: Kann ich mit dieser Methode etwas anfangen, sagt sie mir zu, vertrage ich sie gut, will ich das für mich (vieles ist mit Verzicht oder Einschränkungen verknüpft), kann ich sie mir leisten?, usw. usw. Und so habe ich in den vielen Jahren für mich entschieden, dass ich Heilwege ausprobiere und schaue, wie es mir damit geht. So setze ich unterschiedliche Methoden z.B. nur teilweise um (Beispiel: Empfehlungen von A. William, Medical Medium: ich trinke morgens Wasser mit frischem Zitronensaft, anschließend frischen Selleriesaft und später den HMDS – seine weiteren Ernährungsempfehlungen schaffe ich nicht in der Umsetzung). Ich kann die Wirkung und Verträglichkeit für mich nur herausfinden, indem ich ausprobiere und so sehe ich es mit allem oder mit den meisten Dingen. So viele Übereinstimmungen alte Heillehren auch haben (z.B. nichts trinken zum Essen, um die Magensäure nicht zu verdünnen), so sehr widersprechen sie sich an anderer Stelle: während A. William roh-vegane Ernährung empfiehlt, würde Ihnen ggf. ein Ayurveda-Arzt nach Ihrer Konstitution dringend empfehlen, ausschließlich gekochte Nahrung zu sich zu nehmen. Viele Empfehlungen sagen z.B., man sollte zwischen zwei Mahlzeiten mehrere Stunden warten, bis der Verdauungstrakt mit der vorangegangenen Nahrung „fertig“ ist – A. William hingegen rät dringend dazu, die Nebennieren nicht zu schwächen und deshalb mindestens alle 1,5 Stunden kleinere Snacks zu sich zu nehmen – Viele raten dazu, ab dem Nachmittag keine Rohkost mehr zu essen, da sie dann nicht mehr verdaut werden kann und im Körper gärt – während A. William empfiehlt, bis kurz vorm Schlafengehen zu essen, und zwar Rohkost.

Und so möchte ich noch einmal sagen: wir sind Individuen. Gesund ist für einen Menschen nicht zwingend das, was eine Ernährungslehre sagt, sondern das, was sein Organismus gut verdauen kann – und das ist von Mensch zu Mensch eben unterschiedlich.

Sicher ist für mich, DASS Ernährung eine große Rolle spielt bei der Heilung bzw. umgekehrt, dass uns schlechte Ernährung krank macht. Hierfür gibt es sowohl für die positive als auch für die negative Seite Beispiele ohne Ende. Ich denke, das weiß inzwischen jeder Mensch. Ich für meinen Teil lebe vegan, was für mich der einzig gute und vorstellbare Weg ist. Für sehr wichtig halte ich, dass wir so wenig wie möglich konventionelle und/oder verarbeitete Lebensmittel essen. Wir sollten uns nicht auch noch zusätzlich mit Pestiziden o.ä. belasten! Außerdem sind verarbeitete Lebensmittel für Menschen mit Histaminintoleranz, die wir als Implantatträgerinnen oft entwickelt haben, ohnehin ein Problem! Es gilt bio und frisch! Hier werden weitere Infos Zug um Zug folgen.

So sehe ich es außerdem mit Kosmetika, Reinigungsmitteln, etc.: ich kaufe Naturprodukte ohne viel Chemie! Wir haben genug Gifte im Körper, mit denen unsere Organe kämpfen müssen. Solche Produkte gibt es auch für den „kleineren Geldbeutel“.

Ebenso verhält es sich m.E. mit unterschiedlichen Heilmethoden: manche sprechen Sie an, andere nicht. Die einen können Sie nachvollziehen, die anderen erscheinen Ihnen unsinnig, sind Ihnen zu umständlich für Ihre Lebensgestaltung, zu teuer, o.ä.

Das Feld „Heilung / Entgiftung“ ist sehr sehr groß und es können ebenso viele Fehler gemacht werden!

Ich persönlich bin deshalb der Meinung, es ist unerlässlich, sich einen guten Naturheilkundler / Umweltmediziner / Heilpraktiker o.ä. zu suchen, der den Weg begleitet und zu dem Sie Vertrauen haben. Ich habe einige besucht, manche haben mich weiter gebracht, andere kamen schnell an ihre Grenzen oder die Chemie hat nicht gestimmt.

Fakt ist, dass mit der „Vergiftung durch Silikon“ unter der wir im Prinzip leiden, bisher kaum jemand bis niemand hier in Deutschland Erfahrung hat. Also gilt es, auszuprobieren – gepaart mit dem eigenen Körpergefühl/Ihrem eigenen Wissen/Wissen Ihrer professionellen Begleitung. Diesen Weg ganz allein zu gehen, halte ich persönlich für nicht zielführend, weil es leider auch genügend Fehler gibt, die gemacht werden können. So denken z.B. viele, wenn sie das ein oder andere Kräuterchen nehmen, es sei in jedem Fall ausleitend. Weit gefehlt: es gibt z.B. Substanzen, die die Gifte mobilisieren, aber nicht ausleiten. Das Ergebnis ist, dass es Ihnen damit ggf. schlechter gehen wird als vorher. Dann gibt es Substanzen, die nicht mit einer anderen zeitgleich eingenommen werden sollten, usw. usw. Mich hat mein Weg inzwischen zu einer russischen Ärztin gebracht, die meine akuten Schmerzen oder Symptome mit Akupunktur behandelt, darüber hinaus arbeite ich mit einem lieben Heilpraktiker zusammen, der nach der Methode von Dr. Klinghardt entgiftet und jedes Mittel/Nahrungsergänzungsmittel akribisch im kinesiologischen Test an mir austestet. Ich persönlich bin überzeugt vom Wissen und der Methode nach Dr. Klinghardt. So wechseln die Substanzen immer wieder bzw. pausieren oder ich muss sie für eine Weile in anderer Kombination einnehmen. Bisher hat das wunderbar funktioniert und mich weiter gebracht. Wichtig ist immer auch, ein großes Augenmerk auf die Darmsanierung zu legen, damit das, was geschluckt wird, überhaupt vom Körper richtig aufgenommen werden kann.

Darüber hinaus ist mir ein Satz meines Umweltmediziners im Ohr geblieben, nachdem ich ihm von meiner Ruptur erzählt hatte: „Silikon bindet sich an keinen Stoff, stellen sie sich ihren Körper vor, der nun wie die Weltmeere mit dem Plastikmüll fertig werden müssen. Ihr Körper sieht die kleinsten Partikel als Fremdkörper und ihr Immunsystem ist damit beschäftigt, diese zu bekämpfen und es bilden sich Entzündungen. Es gilt nun, ihren Körper so gut es geht, zu stärken, um mit diesem Giftmüll fertig zu werden, Schwermetalle z.B. kann man ausleiten, Silikon nicht“.

Auch das Thema Schwermetallausleitung ist ein wichtiges Thema nach Brustimplantaten. Gerade hier braucht es m.E. gute professionelle Unterstützung. Ich würde eine Schwermetallausleitung niemals allein durchführen. Für diesen Bereich empfiehlt es sich m.E., einen guten Umwelttoxikologen aufzusuchen, um mit diesem die nötigen Tests durchzuführen und z.B. abzustimmen, wann und ob überhaupt ggf. eine Chelattherapie gemacht werden sollte. Wichtig ist immer auch, die Leber gut zu unterstützen, da diese mit der Entgiftung unseres Körpers Schwerstarbeit leisten muss, wenn Implantate im Körper sind. Selbstverständlich gibt es bekannte Mittel oder Pflanzen, die die Leber gut unterstützen, wie z.B. Mariendistel. Allgemeine Informationen zur Unterstützung für eine möglichst gesunde Lebensweise folgen Zug um Zug!

Nichtsdestotrotz halte ich eine begleitete Unterstützung während der Heilungsphase für sehr empfehlenswert!

Auch eine ggf. durchzuführende Zahnsanierung bzw. Behandlung nach einer erfolgten Wurzelbehandlung sollte geprüft werden. Und wie bereits erwähnt, ist es in m.E. wichtig, zunächst großes Augenmerk auf die Darmgesundheit zu legen.

Alles in allem voran: geben Sie Ihrem Körper nach der Explantation erst einmal genügend Zeit, um sich von dem Trauma der OP und von der Narkose zu erholen. Ihr Körper verfügt (falls nicht eine Entgiftungsstörung vorliegt – siehe Tests/Untersuchungen) über eigene Selbstheilungskräfte und braucht vor allem erst einmal Zeit! Haben Sie Geduld und erwarten Sie keine Wunder, wenn Sie vielleicht sogar lange Ihre Implantate getragen haben und Ihren Körper schon lange belastet haben damit.

Die Heilung ist nicht linear. Es gibt Auf und Ab. Manchmal ist es zwischendurch schwierig, weil Symptome mit voller Wucht wiederkommen; dann braucht es Geduld und Zuversicht. Hier ist der Austausch innerhalb der Facebook-Gruppe ein guter und stützender Rahmen, weil dort Frauen sind, die verstehen, was durchgemacht wird und die Erfahrungen damit haben. Insbesondere wenn wir vielleicht schon länger aus unserem sozialen Umfeld isoliert waren, weil es uns schlecht ging und vielleicht kaum jemand uns unterstützt hat. Hier haben sich in der letzten Zeit tiefe und schöne Frauenfreundschaften geschlossen.

Im Folgenden gebe ich ein paar Links als Vorschläge zur Unterstützung bei der Suche nach professioneller Begleitung:

https://www.ink.ag/therapeuten-vor-ort/

https://www.familyfoodcoach.de/

https://www.dguht.de/

Was mir noch sehr am Herzen liegt, ist ein anderer Aspekt, der in meinen Augen einen ganz wichtigen und großen Teil beim Thema „Gesundung“ darstellt: der Abschied von unserem so stark geprägten Streben, einem vorgegebenen Schönheitsideal zu entsprechen! Ich weiß, wie schwierig dies ist in einer Gesellschaft, in der wir – insbesondere als Mädchen – von klein auf durch sämtliche Medien gezeigt bekommen, wie wir auszusehen haben, um „schön“ zu sein. Dieses verinnerlichte Schönheitsideal zu überprüfen und sich ggf. auch therapeutischer Hilfe zu bedienen, ist vielleicht für viele von uns wichtig, um entweder gleich, also rechtzeitig, die Entscheidung gegen Brustimplantate zu treffen, bzw. um nach einer Explantation mit dem Ergebnis zufrieden zu sein und sich wieder in der eigenen Haut wohlfühlen zu können – selbst wenn vielleicht das kosmetische Ergebnis nicht nach unserer ursprünglichen Vorstellung oder unserem Wunsch ist. Fakt ist, dass unsere Brüste sehr viel durchgemacht haben mit vielleicht mehreren OPs und Sie dann auch mit Narben oder ggf. anderen „nicht perfektem“ kosmetischen Ergebnis umgehen müssen. Auch dies ist ein Prozess, so wie die körperliche Heilung ein Prozess ist. Auch hierfür ist die Unterstützung und der Zuspruch innerhalb der Facebook-Gruppe sehr heilsam und liebevoll.

Ich möchte Ihnen einfach mit auf den Weg geben: Wir alle sind einzigartig und wunderschön – so wie wir sind, mit Dellen, mit Narben, mit Asymmetrien, mit kleinen Brüsten, großen Brüsten, ohne Brüste oder nur mit einer. Wir sind starke Frauen! Wir sind viel mehr als Brüste.

Die abgegeben Informationen ersetzen nicht den Arztbesuch oder den Besuch beim Heilpraktiker!